In diesem Schuljahr haben im Rahmen des Biologieunterrichts erstmals zwei 10. Klassen der Lutherschule das Deutsche Hörzentrum der MHH besucht – und dabei spannende Einblicke in die faszinierende Welt des Hörens gewonnen. Vor Ort konnten die Schülerinnen und Schüler den Hörvorgang nicht nur theoretisch nachvollziehen, sondern aktiv erarbeiten: Wie entstehen Töne? Welche Rolle spielen Frequenz und Schalldruck? Und warum ist Hören so entscheidend für den Spracherwerb? Diese und weitere Fragen wurden anschaulich und praxisnah behandelt. Ein besonderer Fokus lag zudem auf Hörstörungen und modernen Therapiemöglichkeiten. Dabei wurde deutlich, wie komplex das Zusammenspiel verschiedener Fachbereiche ist, um Betroffenen zu helfen. Im Anschluss erkundeten die Klassen das Hörzentrum in Kleingruppen von maximal zehn Personen. In direktem Austausch mit Fachleuten aus Audiometrie, Medizin, Ingenieurwesen und Therapie erhielten die Schülerinnen und Schüler authentische Einblicke in die interdisziplinäre Zusammenarbeit rund um die Cochlea-Implantat-Versorgung. Der Besuch war für alle Beteiligten eine bereichernde Erfahrung, die Theorie und Praxis auf eindrucksvolle Weise miteinander verknüpfte und einen nachhaltigen Eindruck hinterließ.

(Text: Hm/Bilder: Wg)