Herr Rösler, ehemaliger Lutherschüler und Vizekanzler, steht ganz legere und entspannt neben den Holzweihnachtsbäumen der letzten Weihnachtsfeier – man sieht ihm die Freude an, in seiner alten Schule angekommen zu sein und vor einer komplett gefüllte Aula mit aufmerksamen jungen Erwachsenen vortragen zu können. Sehr schnell zieht der Referent die OberstufenschülerInnen in seinen Bann, indem er offen über seinen Werdegang vom vietnamesischen Kriegswaisen bis hin zum Bundespolitiker berichtet, kleinen Anekdoten aus seinem Schülerleben und seiner politischen Karriere einblendet. Die ZuhörerInnen stellen daher im Vortragsanschluss auch ganz frank und frei sehr konkrete Fragen zur Partei, zu Röslers jetzigem Beruf und seinen Verdienstmöglichkeiten, auf die der Vortragende sehr zugewandt und erschöpfend eingeht. Im letzten Teil geht es auch um die Chancen als Migrationskind in unserer Gesellschaft Fuß zu fassen. Hier stellt Herr Rösler deutlich heraus, dass seine vietnamesische Abstammung in seiner Kariere eigentlich keine Rolle spielte. Darüber hinaus macht er unseren jungen Menschen Mut, sich einen Beruf auszuwählen, bei dem man mit Menschen zu tun hat und bei dem man sein Know-How im Kopf „mittragen“ kann. So ist man flexibel eingestellt, wenn es im Berufsleben Veränderungen gibt. Nach der abschließende Selfie – Session setzen einige SchülerInnen und LehrerInnen das Gespräch im kleinen Kreis fort. Fazit: zwei Schulstunden als Wegweiser für die Zeit nach dem eigenen Abitur – ein Gewinn!
Text ST/Bilder KB
