Der Leistungskurs Geschichte machte sich im Rahmen des Semesterthemas „Erinnerungskultur“ auf die Suche nach Spuren des jüdischen Lebens in der Nordstadt. Nach einem Zwischenstopp am Alten Jüdischen Friedhof an der Oberstraße, wo wir uns über die jüdische Begräbniskultur und die Erhaltung des herausragenden Areals ausgetauscht haben, suchten wir zunächst die Stolpersteine „Am kleinen Felde“ und am „Engelbostler Damm“. Erst nach der Freilegung vom Schnee wurden die kleinen Messingwürfel für uns wieder sichtbar. Wir überlegten, in welcher Weise den ermordeten jüdischen Mitbürgern gedacht wird, wogen auch ab, wie diese Erinnerungsform in den Alltag des städtischen Lebens eingebunden ist und wie sie eingebunden werden sollten. En passant ergab sich dabei ein Gespräch mit einem Passanten, der per Zufall ein Experte und Ortskundiger ist. Er berichtete, dass der Verlegung der Steine ein Antrag bei der Stadt Hannover vorangeht, bisher in der Stadt 400 Stolpersteine verlegt sind und nun die Stadt dabei ist, das Leben und die jüdische Kultur in Hannover sichtbarer auszuarbeiten. Dazu wird es per QR – Code möglich sein, 3 D Bilder der Wohnhäuser und des alltäglichen Lebens der Ermordeten aufzurufen. Federführend für diese tiefere Form der Erinnerung steht das Zentrum für Zivilcourage.

(e.A. Geschichtskurs ST)