Liebe Schülerinnen und Schüler!

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Was steckt hinter dem etwas kompliziert klingenden Namen bilingualer Unterricht? Damit ist eine ganz einfache Sache gemeint: bilingual heißt zweisprachig. In einer bilingualen Klasse wird in den meisten Fächern wird Deutsch gesprochen, in einigen Englisch. Bislang habt ihr ja im Englischunterricht in der Grundschule oder in der 5. und 6. Klasse Englisch gelernt, oder vielleicht einmal im Urlaub die neue Sprache ausprobiert. Die Lutherschule bietet euch im „bilingualen Zug“ die Möglichkeit, eure Englischkenntnisse zu erweitern, indem ihr in drei zusätzlichen Fächern die englische Sprache anwendet. Am Ende eurer Schulzeit könnt ihr dann fließend und sicher Englisch sprechen und schreiben. Wer gern am bilingualen Unterricht teilnehmen möchte, muss natürlich Spaß und Interesse an dieser Fremdsprache haben und zusätzliche Zeit investieren.

Wie sieht der bilinguale Unterricht praktisch aus?

Der bilinguale Unterricht ist ein freiwilliges Angebot der Lutherschule. Vom 7. Jahrgang an wird jeweils eine Bili-Klasse eingerichtet. In der 5. und 6. Klasse lernt ihr zunächst ganz „normal“ Englisch wie an jedem anderen Gymnasium.

In Klasse 7 geht es dann richtig los. Im Englischunterricht ist das Lerntempo etwas schneller und die Fächer Biologie und Sport werden in englischer Sprache unterrichtet. In diesen Fächern wird nur in Aus­nahmefällen Deutsch gesprochen. Auch außerhalb des Unterrichts, zum Beispiel in den Pausen spricht man dann mit den betreffenden Lehrern Englisch. Weil im Sportunterricht keine schriftlichen Arbeiten geschrieben werden (zum Glück!), aber viel miteinander gesprochen wird, ist der Einstieg in den bi­lingualen Zweig gar nicht so schwer. Auch das Fach Biologie hat viele praktische Themen, über die man gut in der Fremdsprache reden und schreiben kann.

In Klasse 8 kommt dann das Fach Politik dazu. Biologie und Politik/Wirtschaft sind vom Inhalt her sehr unterschiedlich und auch die Anwendung der englischen Sprache verändert sich. Ihr müsst euch vorstellen, dass dort der Unterricht so ähnlich wie in England oder in den USA stattfindet, auch einige Schulbücher und ein großer Teil des Unterrichtsmaterials stammen von dort. Die Tests werden natürlich auch in Englisch geschrieben. Beide Fächer werden dann bis zum Abitur angeboten. Aber das ist noch lange hin, ihr beschäftigt euch ja im Moment erst einmal mit der Frage, ob die bilinguale Klasse für euch richtig ist. Vielleicht denkt ihr nach dem Lesen dieses Infoblattes, dass der bilinguale Unterricht zu schwierig für euch ist. Natürlich müssen die Schülerin­nen und Schüler, die diese Wahl getroffen haben, Energie und Zeit investieren, um Er­folg zu haben. Manchmal müsst ihr auch einfach mehr lernen, als andere Schüler. Bislang hat sich aber an unserer Schule gezeigt, dass sich das Engage­ment lohnt. Mit Ausdauer und guter Motivation ist es zu schaffen. Wir haben kaum Aussteiger aus dem Programm und die meisten Betroffenen sagen, der er­weiterte Unterricht in englischer Sprache lohne sich. Wenn es gar nicht klappt, besteht die Möglichkeit, am Ende eines Schuljahres in eine reguläre Klasse zu wechseln.

So sieht das bilinguale Schulmodell aus:

Klasse 7 Englisch Sport Biologie —
Klasse 8 Englisch Sport Biologie Politik/Wirtschaft
Klasse 9 Englisch Sport Biologie Politik/Wirtschaft
Klasse 10 Englisch Sport Biologie Politik/Wirtschaft
Oberstufe alle Profile wählbar Biologie und/oder Politik/Wirtschaft

Ist das schon alles?

Nein! Was wäre die englische Sprache ohne Great Britain. In der 8. oder 9. Klasse findet eine Fahrt nach England statt. Da könnt ihr dann ausprobieren, ob euch die englischen Gastgeber wirklich verstehen! Auch während der Klassenfahrt (Klasse 7) in unser eigenes Schullandheim in Bredenbeck sprechen die bilingualen Klassen teilweise Englisch.

Unser Computerraum wird auch gern von den bilingualen Klassen genutzt. Online-Übungen und generell die Nutzung des Internets verschaffen einen schnellen Zugang in die englischsprachige Welt.

Ein guter Tipp: Wenn ihr mehr wissen wollt, fragt doch mal die Schülerinnen und Schüler, die am bilingualen Unterricht teilnehmen. Sie können euch bestimmt eine Menge erzählen.

Was kann man später damit anfangen?

Der englischsprachige Einfluss wird immer größer. Aus den Bereichen Musik, Medien und Informatik ist er nicht mehr wegzudenken. Wer die englische Sprache mündlich und schriftlich gut beherrscht, wird später im Berufsleben leichter zurechtkommen, oder vielleicht sogar die Möglichkeit wahrnehmen, im Ausland zu studieren oder zu arbeiten. Und damit es nicht nur ein Spruch bleibt, dass Europa weiter zusammenwächst, kann ein ganz praktischer Schritt die Teilnahme am bilingualen Unterricht sein. Die Verständigung mit Menschen aus anderen Ländern gelingt dann besser! Die Bedeutung der englischen Sprache wird mit Sicherheit in Zukunft weiter zunehmen. Das gilt aber auch für andere Fremdsprachen. Deshalb könnt ihr an der Lutherschule auch Französisch, Latein und Spanisch als 2. Fremdsprache wählen, denn diese Sprachen sind nicht weniger wichtig. Wer im Abitur die Bedingungen des bilingualen Zuges erfüllt, bekommt zum Schluss ein Zusatzblatt zum Abiturzeugnis, in dem die Teilnahme erläutert und bestätigt wird. Aber bis dahin ist es für euch ja noch ein langer Weg!

An die Eltern: wie kommt mein Kind in die bilinguale Klasse?

Vom Schuljahr 2014/15 an können Ihre Kinder am bilingualen Unterricht der Lutherschule teilnehmen, sollten Sie und Ihr Kind dieses wünschen. Es wird ca. 30 Plätze geben, die diejenigen bekommen sollten, die gute Leistungen in Englisch zeigen, darüber hinaus motiviert sind, die Sprache zu sprechen und nicht versetzungsgefährdet sind. Die Lutherschule berät Sie im Einzelfall gern, um mögliche Fehlentscheidungen zu verhindern. Bei Überzeichnung der Klasse muss gegebenenfalls das Los entscheiden.

Wenn ihr noch Fragen habt, stehen euch die Englischlehrerinnen und -lehrer gern zur Verfügung.

Tel: Lutherschule Hannover 0511-168 44210

Mascher 01/2015

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