Berufliche Orientierung

Studien- und Berufsorientierung

Konzept zur Berufs- und Studienorientierung der Lutherschule Hannover

Stand: 28. April 2021

1. Einleitung

Nicht für die Schule, für das Leben lernen wir.“ Dieser Gedanke Senecas ist zentral für das Leitbild der Lutherschule und gleichzeitig sinnstiftend für die berufliche Orientierung (BO) an unserer Schule: Eine erfüllende berufliche Tätigkeit ist in weiten Teilen Ergebnis schulischer Lernprozesse und ein zentraler Bestandteil eines zufriedenen Lebens.
Konkreter heißt es in unserem Schulprogramm: „Wir ermuntern Schülerinnen und Schüler, die an unserer Schule erworbenen Fähigkeiten und Fertigkeiten auch nach der Schulzeit eigenverantwortlich für ihre weitere menschliche und berufliche Entwicklung zu nutzen.“ Wir möchten deswegen unseren Schüler*innen eine intensive Begegnung mit der Arbeitswelt ermöglichen, um die Berufswahlentscheidung jedes Einzelnen zu fördern.

In diesem Zusammenhang ist die Zusammenarbeit mit externen Partnern wesentlich. Die regionalen Bedingungen der Lutherschule als städtisches Gymnasium in der Nordstadt Hannovers sind in dieser Hinsicht nahezu ideal: Die räumliche Nähe zur Leibniz-Universität, aber auch zur Hochschule Hannover, zu einer Vielzahl an Betrieben unterschiedlichster Art sowie zur Agentur für Arbeit erleichtert berufliche Orientierung ungemein und birgt Potenzial für viele Projekte.


Als ein modernes städtisches Gymnasium sehen wir gleichzeitig der Tatsache ins Auge, dass nicht alle Schüler*innen unsere Schule mit dem Erwerb der allgemeinen Hochschulreife verlassen und darüber hinaus noch ein Studium aufnehmen. Alternative Wege, auf denen das Gymnasium bereits mit dem Erwerb des schulischen Teil der Fachhochschulreife oder nach Jahrgang 10 verlassen wird, um z. B. eine Ausbildung zu beginnen, haben an Bedeutung gewonnen und machen berufliche Orientierung vielschichtiger, aber auch unübersichtlicher. Deshalb müssen unsere Schüler*innen bereits in der Sekundarstufe I die Gelegenheit bekommen, sich über über die verschiedenen Bildungswege zu informieren, sich ihrer Kompetenzen bewusst zu werden und erste Einblicke in die Arbeitswelt zu erlangen, um schlussendlich eine reflektierte und individuell passende Entscheidung fällen zu können. Besonders in diesem Zusammenhang ist eine Kooperation der Schule mit den Erziehungsberechtigten zentral.
Berufliche und menschliche Entwicklung sind nicht zu trennen. „Wir erziehen zu sozialer Verantwortung“ und verknüpfen dieses Leitziel unseres Schulprogramms mit beruflicher Orientierung, indem der erste Zugang zur Arbeitswelt im sozialen Bereich stattfindet. Ziel ist es, Sozialkompetenz und soziales Engagement zu stärken – und zwar auch im Hinblick auf das Leben nach der Schule.

Das vorliegende Konzept zur Berufs- und Studienorientierung konkretisiert die obigen Ziele auf der Basis des entsprechenden Erlasses und weiterer ministerieller Vorgaben.1

2. Handlungsfelder und Kompetenzen der Studien- und Berufsorientierung

Grundlage jedes BO-Konzeptes sind sieben systematisch aufeinander aufbauende Handlungsfelder, denen jeweils Kompetenzen aus den drei Bereichen „Fachwissen“, „Erkenntnisgewinnung“ und „Beurteilung/Bewertung“ zugeordnet sind. Somit ergibt sich ein Prozess des kumulativen Kompetenzerwerbs:

FACHWISSEN

ERKENNTNISGEWINNUNG

BEURTEILUNG/
BEWERTUNG

Die Schülerinnen und Schüler …

H1 Reflexion der Fähigkeiten, Fertigkeiten und Interessen

beschreiben ihre Fähigkeiten, Fertigkeiten und Interessen in der Regel unter Berücksichtigung der Ergebnisse eines Kompetenzfeststellungsverfahrens.

entwickeln auf Grundlage ihrer Erkenntnisse eine erste berufliche bzw. schulische Orientierung.

reflektieren ihre erste berufliche bzw. schulische Orientierung.

H2 Abgleich der Fähigkeiten und Fertigkeiten mit den Anforderungen von Berufen bzw. Studiengängen

beschreiben und verwenden verschiedene Informationsmöglichkeiten.

beschreiben das Anforderungsprofil von Berufen unterschiedlicher Berufsfelder oder von Studienrichtungen.

erkunden und untersuchen unterschiedliche Berufsfelder und die dahin führenden Bildungswege.

reflektieren die Anforderungen von Berufen oder Studiengängen vor dem Hintergrund ihrer Interessen, Fähigkeiten und Fertigkeiten.

H3 Nutzung der Kenntnisse bezüglich des regionalen und überregionalen Wirtschaftsraumes

benennen und beschreiben Geschäftsfelder, Tätigkeitsbereiche und Ausbildungsangebote von Betrieben in der Region bzw. Studienangebote von Hoch-, Fachhochschulen oder Universitäten von favorisierten Studienorten.

untersuchen den regionalen und überregionalen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt bzw. Studienangebote an favorisierten Studienorten.

verwenden ihre erworbenen

Kenntnisse bei der Praktikumswahl und -durchführung.

beurteilen die regionalen und

überregionalen Besonderheiten

sowie die Infrastruktur bezüglich der Ausbildungs- und Studienangebote.

H4 Auswertung praktischer Erfahrungen

beschreiben ihre Praxiserfahrungen.

stellen ihre Ergebnisse dar und veranschaulichen Praxiserfahrungen.

bewerten ihre Erfahrungen im Hinblick auf ihren weiteren Bildungsweg.

H5 Nutzung von Angeboten zur Information, Beratung bzw. Unterstützung

benennen und beschreiben Informations-, Beratungs- bzw. Unterstützungsangebote zur Berufs- oder Studienwahl.

analysieren für sie geeignete

Informations-, Beratungs- bzw.

Unterstützungsangebote.

bewerten kriterienorientiert

unterschiedliche Informations-,

Beratungs- bzw. Unterstützungsangebote.

H6 Planung der Berufs- bzw. Studienwahlentscheidung

beschreiben Stationen im Zeitplan zur Berufs- oder Studienwahlentscheidung.

beschreiben für sie relevante Ausbildungs- oder Studienplatzangebote.

erstellen ihren persönlichen

Zeitplan zur Berufs- oder Studienwahlentscheidung.

verwenden ihre erworbenen

Kenntnisse bei der Berufs- oder

Studienwahlentscheidung.

bewerten Einflussfaktoren auf ihre Berufs- und Studienwahl.

überprüfen mögliche Schwierigkeiten und entwickeln Alternativen

H7 Qualifizierte Bewerbung

beschreiben zielgerichtet Anforderungen von Bewerbungsverfahren.

planen ihre Aktivitäten für ein konkretes Bewerbungsverfahren.

planen ihre Strategie für ein

mögliches Auswahlverfahren.

verwenden ihre erworbenen

Kompetenzen bei der Erstellung

von Bewerbungsunterlagen.

bewerten das Ergebnis ihrer

Bewerbung und entwickeln ggf.

Handlungsalternativen.

Zusätzlich zu den obigen Kompetenzen ergeben sich für die verschiedenen Handlungsfelder diverse Möglichkeiten, weitere Kompetenzen zu vermitteln:

Medienkompetenz lässt sich sowohl am kritischen Umgang mit internetbasierten Testverfahren (H1) schulen als auch an der genauen Prüfung von Internetseiten und Publikationen hinsichtlich
Sachinformation und Objektivität (H3 und H5). Sie ist auch eine wichtige Voraussetzung für Online-Bewerbungen (H7).

Für eine sichere Gesprächsführung in verschiedenen Bewerbungssituationen (H7) ist eine gut ausgeprägte Kommunikationskompetenz unabdingbar. Sie spielt aber auch in Informations-, Beratungs- und Unterstützungssituationen (H5) eine wichtige Rolle.

An dieser Stelle wird der hohe Stellenwert von Sozialkompetenz deutlich, sei es beim Umgang mit Ratgebern und Gesprächspartnern (H5) oder beim angemessenen Verhalten im Betrieb (H2 und H5).

Die Entwicklung von Personalkompetenz spielt bei der Auswertung der praktischen Erfahrungen (H4) eine zentrale Rolle, beinhaltet auch die Übernahme von Verantwortung für sich selbst (H6) und stärkt die Selbstsicherheit (H7).

Die Lutherschule orientiert sich bei der Frage, wie diese verschiedenen Kompetenzen in den einzelnen Handlungsfeldern vermittelt werden, an folgenden vier Grundsätzen:

  1. Wir betten berufsorientierende Maßnahmen in die Praxis ein. Durch Praktika, Exkursionen und praxisorientierte Veranstaltungen in der Schule bieten wir in den Jahrgängen 5-13 deutlich mehr als die im Erlass geforderten 25 Praxistage für die Studien- und Berufsorientierung an. Jede Maßnahme wird im jeweiligen Unterricht angemessen vor- und nachbereitet.

  2. Wir beginnen frühzeitig mit der beruflichen Orientierung. Um auch diejenigen Schüler*innen zu unterstützen, die unsere Schule nach dem 10. Jahrgang verlassen, liegt ein Schwerpunkt der beruflichen Orientierung bereits in Jahrgang 9.

  3. Wir begreifen die berufliche Orientierung als fächerübergreifende Aufgabe der gesamten Schule. Auch wenn bestimmte Fächer aufgrund ihrer curricularen Ausrichtung besonders eng mit der beruflichen Orientierung verknüpft sind, so ist auch jede andere Fachgruppe bereit, ihren sinnvollen Beitrag für die Studien- und Berufsorientierung zu leisten.

  4. Wir arbeiten eng mit außerschulischen Kooperationspartnern zusammen. Neben der Bundesagentur für Arbeit und dem Fachbereich Schule der Landeshauptstadt Hannover spielen mit ihrer jeweiligen Expertise die Leibniz-Universität, die Hochschule Hannover, die Industrie- und Handelskammer, verschiedene lokale und regionale Betriebe sowie das Joblabor eine zentrale Rolle dabei, unseren Schüler*innen bei ihrer beruflichen Orientierung wichtige Impulse von außen zu geben.

Die berufliche Orientierung an der Lutherschule berücksichtigt auch Schüler*innen mit einem sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf. Neben der jährlichen Teilnahme am Zukunftstag wird in Jahrgang 8 das Erstellen von Lebensläufen, Anschreiben und (Kurz-)Berichten eingeübt, und in Jahrgang 9 findet sich mit dem aus drei Bausteinen bestehenden Modul BOGE der Schwerpunkt der beruflichen Orientierung: eine Berufswegeplanung/Potenzialanalyse, eine vertiefte berufsfeldbezogene Berufsorientierung sowie ein achttägiges Betriebspraktikum. All diese Maßnahmen werden von unserer Förderschullehrkraft (FöL) betreut; Details finden sich in unserem Inklusionskonzept.

Mit unseren Sprachlernklassen tragen wir nachhaltig dazu bei, die Chancengerechtigkeit junger Migrant*innen zu fördern und ihre Teilnahme in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens zu sichern. Berufliche Orientierung ist natürlich auch für diese Schüler*innen relevant, aber die Sprachförderung soll zunächst im Vordergrund stehen. Nach Aufnahme in eine Regelklasse erfolgt dann auch die reguläre Teilnahme an den verschiedenen berufsorientierenden Maßnahmen – stets unter Berücksichtigung individueller sprachlicher und persönlicher Besonderheiten. Einzelheiten zu den Sprachlernklassen enthält unser Sprachförderkonzept.

3. Schuleigener Arbeitsplan der Berufs- und Studienorientierung 

Der tabellarisch angelegte schuleigene Arbeitsplan bietet einen Überblick über unsere in den verschiedenen Jahrgängen verankerten Maßnahmen sowie deren Verknüpfung mit den verschiedenen Handlungsfeldern und den damit verbundenen Kompetenzen. Die fettgedruckten Praxistage sind zusammen mit der Vor- und Nachbereitung (im Rahmen von Einzelstunden [ES], Doppelstunden [DS] oder Unterrichtseinheiten [UE]) verschiedenen betreuenden Fächern zugeordnet, in deren Arbeitsplänen sich dann auch Einzelheiten finden. Beispielhaft sollen im Folgenden drei Maßnahmen vorgestellt werden, an denen unsere verschiedenen Grundsätze besonders deutlich werden.

Das zweiwöchige Sozialpraktikum in Jahrgang 9 legt den Fokus auf soziales Lernen und bietet einen frühzeitigen, praxisorientierten Einblick in den Alltag sozialer Berufe. Zusammenarbeit mit lokalen Betrieben wie Kitas, Pflegeheimen, Behinderteneinrichtungen, Praxen für Logopädie und Ergotherapie, Flüchtlingseinrichtungen u.a. sind die Voraussetzung dafür, dass unsere Schüler*innen einen geeigneten Praktikumsplatz finden. In die Vorbereitung auf das Sozialpraktikum sind die Berufsberatung der Bundesagentur für Arbeit ebenso eingebunden wie z.B. die Fächer Deutsch (Erstellung eines Steckbriefes), Politik-Wirtschaft (Unternehmen und Arbeitsbeziehungen) und Französisch (Praktika im sozialen Bereich). Die Betreuung während des Praktikums übernehmen Kolleg*innen aller Fächer. In der Nachbereitung präsentieren die Schüler*innen ihre Erfahrungen für den 8. Jahrgang im Rahmen einer Ausstellung.

Zu Beginn des 10. Jahrgangs beschäftigt sich jede Klasse in der Schule drei Tage lang unter Anleitung von externen Trainer*innen des Joblabors mit dem Thema „Berufliche Zielfindung“. In zahlreichen praktischen Übungen geht es darum, sich der eigenen Stärken und Kompetenzen bewusst zu werden, verschiedene Berufsfelder zu erschließen, ein Assessment-Center zu simulieren, eine Straßenbefragung durchzuführen, einen ersten individuellen Zeitplan für die berufliche Planung zu erstellen u.v.m.

Direkt vor den Herbstferien erhält der zehnte Jahrgang dann die Gelegenheit, auf unserem eintägigen „Markt der Berufe“ in der Schule mit Vertreter*innen verschiedener Berufe (z.B. aus den Bereichen Medizin, Jura, Informatik, Polizei, Fotografie und Sozialarbeit) sowie der Berufsberatung der Bundesagentur ins Gespräch zu kommen. Die Veranstaltung wird ermöglicht durch die teils langjährigen Kontakte zu lokalen Betrieben, aber auch durch den Schulelternrat, der regelmäßig Referent*innen aus der Elternschaft akquiriert und so bei der Organisation der Veranstaltung mitwirkt.

Die Maßnahmen in Jahrgang 10 dienen auch der Vorbereitung auf das Betriebspraktikum in Jahrgang 11. Dieser Jahrgang stellt einen weiteren Schwerpunkt der beruflichen Orientierung an der Lutherschule dar.

Jg.

Maßnahme

Dokumentation

Termin

Betreuung

Handlungsfelder

5

Zukunftstag (1 Tag) (zuzüglich Vor- und Nachbereitung)

ja

März

KL

H2 H4

6

Zukunftstag (1 Tag) (zuzüglich Vor- und Nachbereitung)

ja

März

KL

H2 H4

7

UE: Industrielle Revolution: Soziale und ökologische Auswirkungen

 

HJ-Ende

GE

H2

 

Zukunftstag (1 Tag) (zuzüglich Vor- und Nachbereitung)

ja

März

KL

H2 H4

 

DS: Nachbereitung Bildbeschreibung Zukunftstag
→ Vorbereitung auf die Sprechprüfung

 

April/Mai

SN/ FR

H4

8

UE: Konsumentscheidungen Jugendlicher

Erkundung des Amtsgerichtes (1 Tag)
(zuzüglich Vor- und Nachbereitung)

 

1. HJ

PW

H2 H4

 

Zukunftstag (1 Tag) (zuzüglich Vor- und Nachbereitung)

ja

März

KL

H2, H4

9

Betriebserkundung (1 Tag)
(zuzüglich Vor- und Nachbereitung)

 

1. HJ

PW

H2 H4

HJ-Thema: Unternehmen und Arbeitsbeziehungen
(Vorbereitung auf Sozialpraktikum)

 

1. HJ

PW

H2, H3

ES: Wie finde ich einen Praktikumsplatz? Wie nehme ich Kontakt zum Betrieb auf?
(Bundesagentur für Arbeit)

ja

SJ-Beginn

PW

H2 H3 H5

Informationselternabend zum Sozialpraktikum

 

SJ-Beginn

BO

 

ES: Erstellung eines Steckbriefes für den Praktikumsbetrieb

ja

SJ-Beginn

DE

H7

UE: “faire un stage – travailler dans le domaine social”
(Praktika im sozialen Bereich)

 

SJ-Beginn

FR

H1 H2

Sozialpraktikum (10 Tage)

 

Feb.

KL, alle

 

Auswertung des Sozialpraktikums und individuelle Gestaltung von Postern

ja

Feb.

PW

H2 H4

Ausstellung zum Sozialpraktikum für Jg. 8

 

SJ-Ende

PW

H2 H4

Betriebserkundung (1 Tag)
(zuzüglich Vor- und Nachbereitung)

 

1. HJ

PW

H2, H4

UE: Formen des Strukturwandels

Exkursion Ökolandbaubetrieb (1 Tag)
(zuzüglich Vor- und Nachbereitung)

 

März/April

EK

H3 H4

 

UE: Los planes para el futuro (Unidad 3)

 

Feb./
März

SN

H1

 

Zukunftstag (1 Tag) (zuzüglich Vor- und Nachbereitung)

 

März

KL

H2 H4

 

Alternative für Schüler*innen mit sonderpädagogischen Förderbedarf:

Modul BOGE (in Kooperation mit Agentur für Arbeit) (18 Tage)

Baustein 1: Berufswegeplanung/Potenzialanalyse (3 Tage)
(zuzüglich Vor- und Nachbereitung)

Baustein 2: Vertiefte berufsfeldbezogene Berufsorientierung (5 Tage) (zuzüglich Vor- und Nachbereitung)

Baustein 3: Geeignete Berufe in der Praxis kennenlernen (10 Tage) (zuzüglich Nachbereitung)

ja

 

FöL

H1 H2

H3

H4

10

Joblabor: Berufliche Zielfindung (3 Tage)
(zuzüglich Vor- und Nachbereitung)

ja

SJ-Beginn

PW

H1 H2 H5 H6

UE: Bewerbungsanschreiben und Lebenslauf
(im Anschluss an das Joblabor)

ja

SJ-Beginn

DE

H7

ES (Jahrgangsveranstaltung): „Schultour“ der Universität Hannover

 

SJ-Beginn

BO

H3

UE: „Projets d’avenir“ (Berufswünsche, Praktika, Bewerbung)

ja

1. HJ

FR

H1 H2 H7

Markt der Berufe (1 Tag) (zuzüglich Vor- und Nachbereitung)

 

Okt.

BO

H2

 

DS: Vorbereitung/Recherche zum Betriebspraktikum
(Bundesagentur für Arbeit)

ja

März

PW

H2 H3 H5

 

ES: Besuch der Praktikums-Ausstellung des 11. Jahrgangs

 

SJ-Ende

PW

H3

11

UE: Welchen Stellenwert hat Arbeit für meine Lebensplanung? (BO)

 

SJ-Beginn

PW

H6

 

UE: Das Hochschulstudium: eine erste Annäherung (BO)

 

SJ-Beginn

PW

H2

 

DS (Jahrgangsveranstaltung): Was bietet der Hochschulinformationstag? (Bundesagentur für Arbeit)

 

SJ-Beginn

BO

H3 H5

ES: individuelle Planung des Hochschulinformationstages (BO)

 

SJ-Beginn

PW

H3 H5

Hochschulinformationstag (1 Tag) (zuzüglich Nachbereitung)

 

Sept.

PW

H3 H4 H5

 

UE: Analyse regionaler Betriebe und favorisierter Studienorte (BO)

 

1. HJ

PW

H3

 

HJ-Thema: Wandel der Arbeitswelt in der globalisierten Gesellschaft (inklusive Vorbereitung auf das Betriebspraktikum)

 

1. HJ

PW

H6 H7

 

Betriebspraktikum (10 Tage)

 

Feb.

PW

 
 

Reflexion des Betriebspraktikums
(schriftlicher Bericht und mündlicher Vortrag)

ja

März/Apr.

PW

H2 H4

 

Gestaltung von Postern zum eigenen Praktikum (BO)

ja

April/Mai

PW

H4

 

Ausstellung zum Betriebspraktikum für Jg. 10

 

SJ-Ende

PW

H4

 

UE: Kompetenzanalyse Profil-AC Niedersachsen (BO)

ja

2. HJ

PW

H1

12

Hochschulinformationstag (1 Tag)

 

Sept.

BO

H3

 

Fachmesse Ausbildung und Studium vocatium Hannover
(1 Tag, fakultativ)

ja

SJ-Ende

BO

H2 H3

13

Hochschulinformationstag (1 Tag)

 

Sept.

BO

H3

      

9 – 13

individuelle Sprechstunde „Studien- und Berufswahl“ an der Schule
(Bundesagentur für Arbeit)

im Januar: Sprechstunde für leistungsschwache Schüler*innen Jg. 11

 

mtl.

BO

H5 H6 H7

4. Dokumentation berufs- und studienorientierender Maßnahmen

Laut Erlass dokumentieren die Schüler*innen ihren individuellen Prozess der Beruflichen Orientierung „in geeigneter Form“. Ziel ist ein Zugriff auf die – an einem Ort gebündelten – Informationen im Rahmen zukünftiger Bewerbungs- und Beratungskontexte. Es ist also nicht sinnvoll, sämtliche Dokumentationen, die im Rahmen der verschiedenen Maßnahmen entstehen, an einem Ort zu sammeln, sondern lediglich die wirklich relevanten: Teilnahmebestätigungen und Arbeitszeugnisse (Zukunftstage, Praktika und der Besuch von Messen), Musterbewerbungen, die schriftliche Reflexion der Praktikumserfahrungen, Ergebnisse aus dem Joblabor, Kompetenzfeststellungsverfahren u.a. Dieser Ort muss bei minderjährigen Schüler*innen den Erziehungsberechtigten zugänglich sein.

Da schriftliche Dokumente sowohl analog als auch digital vorliegen, aber eine einheitliche Archivierung erstrebenswert ist, sollen die Schüler*innen alle analogen Dokumente direkt nach Abschluss der jeweiligen Maßnahme digitalisieren (z. B. mit Hilfe ihres Smartphones) und gemeinsam mit den digitalen Materialien in einem dafür vorgesehenen IServ-Ordner ablegen. Eine langfristige und übersichtliche Aufbewahrung der Dokumente ist somit sichergestellt. Besonders in den unteren Jahrgängen muss diese Form der Dokumentation noch von den Lehrkräften begleitet werden, kann dann aber mit zunehmendem Alter in eigener Verantwortung durchgeführt werden. In jedem Fall sollte die betreuende Lehrkraft ihre Schüler*innen stets an die Dokumentationspflicht erinnern und diese auch einfordern.

5. Evaluation und Weiterentwicklung

Das Konzept zur Studien- und Berufsorientierung der Lutherschule wird regelmäßig und auf verschiedenen Ebenen evaluiert. Die Evaluation von Einzelmaßnahmen, (neuen) Projekten sowie des Kompetenzerwerbs bei den Schüler*innen erfolgt durch die jeweils betreuende Fachgruppe. Dies kann informell direkt nach Abschluss der betreffenden Maßnahme geschehen, auf jeden Fall aber auf der Fachkonferenz unter dem TOP „Beiträge des Faches zum BO-Konzept“, sodass eine mindestens jährliche Evaluation jeder Maßnahme gewährleistet ist. In diesem Rahmen kann es selbstverständlich auch um höhere Ebenen (der Evaluation der Prozesse und des gesamten Konzeptes) gehen: Die Zuständigkeit hierfür liegt ansonsten bei der BO-Koordination, welche von den Fachgruppen weiterentwickelte Maßnahmen und Projekte in das Konzept einarbeitet und dieses regelmäßig mit dem Schulprogramm und anderen schulischen Konzepten abgleicht. In diesem Zusammenhang erfolgt ein enger und regelmäßiger Austausch mit der Schulleitung.

Aktuelles BO-Konzept der Lutherschule Hannover

Materialien des virtuellen BO-Informationsabends (19.1.2022) für die Jgg. 10 und 11 von Frau Dr. Schmohl (BA)

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