Vielleicht ist nicht alles Hakuna Matata

Überschwemmungen, Dürre, Hungersnöte und Wasserknappheit – bald sieht unsere Welt nicht mehr so aus, wie wir sie heute kennen…

Die Projektwoche unserer Lutherschule mit dem Thema Afrika begann mit einem wohltätigen Sponsorenlauf zugunsten der „Vision 2017“ für eine Schule in Ruiru, Kenia, Afrika. Den Rest der Woche vertieften sich alle Jahrgänge in ihre individuellen Projekte rund um das Thema.

Unter der Leitung von Herrn Dr. Wischhusen und Herrn Stöcker konnten wir – 13 engagierte Oberstufenschüler – uns intensiv mit dem Klimawandel in Afrika beschäftigen.
So fanden wir bei unserer Recherche heraus, dass durch die Erderwärmung und die damit in Afrika entstehenden Dürren Einwohner umsiedeln, teilweise sogar fliehen müssen. Des Weiteren hat der Klimawandel auch Auswirkungen auf den Tierbestand des gesamten Kontinentes, denn eine Knappheit an Wasser sowie an Nahrung lässt für 2080 prognostizieren, dass 1/3 der Arten aussterben könnten. Ein spezielles Beispiel ist der Nil, der aufgrund des ansteigenden Meeresspiegels des Mittelmeeres Versalzung und Überschwemmung erleidet, sodass auch die dort lebenden Menschen schwere Verluste davontragen.
Um uns einen näheren Eindruck zu verschaffen, unternahmen wir als Gruppe eine Exkursion in das Bremerhavener Klimahaus. Aufgebaut ist es in die Abteilungen Elemente, Reise, Perspektiven und Chancen, die uns einen Einblick in die verschiedenen Klimazonen entlang des achten Längengrads Ost geben. Sinnig war dieser Ausflug in jedem Fall, nicht nur, um den sozialen Zusammenhalt zu fördern, sondern auch, um uns eine Vorstellung von den verschiedenen klimatischen Bedingungen in der Schweiz, Sardinien, Niger, Kamerun/Regenwald, Antarktis und Alaska zu geben. Unter besonderer Berücksichtigung des Staates Niger erfuhren wir am eigenen Leibe, wie die afrikanischen Einwohner mit der extrem drückenden Hitze alltäglich klarkommen müssen. Besonders Wasser stellt eine knapper werdende Ressource dar, welches am Beispiel einer einzig überlebenden Pflanze auf einer großen, dürren Sandfläche zu sehen war.

Deutlich werden für uns zwei Fakten: Während die Industrieländer maßgeblich für die immer höher werdenden CO2-Emissionen und die daraus folgende Erderwärmung verantwortlich sind, hat u.a. Afrika dies „auszubaden“. Schockierend ist hierbei, dass der gesamte Kontinent Afrika (1 Mrd. Einwohner) mit 1,7 Tonnen CO2-Ausstoß pro Kopf deutlich unter Deutschland (80 Mio. Einwohner) mit 11 Tonnen pro Kopf liegt.
Damit lässt sich sagen, dass wir, die privilegierten Industrienationen, die „Gesundheit“ unserer Erde in der Hand haben. Denn je mehr CO2 wir beispielsweise über Autos ausstoßen, desto schneller treiben wir den Treibhauseffekt an, der die besonders extremen klimatischen Bedingungen in Afrika verschlimmert. Mit besonders langanhaltenden Dürreperioden, Wasserknappheiten und Überschwemmungen haben die Menschen dort besonders zu kämpfen, wo bereits erschwerte Lebensbedingungen herrschen, die durch den Klimawandel extremer werden.
Doch was gibt es für Möglichkeiten, um näher an Hakuna Matata heranzukommen?
Auch wenn es paradox klingt, macht euch mehr Sorgen! Wir haben nur diese eine Erde, unsere einzige Heimat! Wir haben die Pflicht, diese für uns und unsere Kinder und deren Kinder und deren Kinder… zu schützen, Stellt euch Fragen.

  • Muss das Licht an sein?
  • Muss ich das Auto benutzen?
  • Muss ich die Massenproduktion mit meinem Einkauf unterstützen?

Jeder muss sich an seine eigene Nase fassen und sich über seinen eigenen CO2-Verbrauch im Klaren sein, denn auch DU trägst Verantwortung!
Informiere dich über deinen CO2-Verbrauch, deinen „ökologischen Fußabdruck“! Denn gemeinsam können wir etwas Großes bewegen, Veränderungen für eine bessere Zukunft bewirken und den Klimawandel eindämpfen.
So helfen wir auch Afrika!

By Julie Talbot, Nicole Jundt, Victoria Wietelmann

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