Am Montag, dem 04. November hat ein Zeitzeugengespräch über die Jugendwerkhöfe in der DDR stattgefunden. Teilgenommen hat der gesamte elfte Jahrgang. Die Zeitzeugen waren Grit Poppe, eine Jugendliteratur Autorin, und Kathrin Begoin, eine Betroffene, die selbst Zeit in Jugendwerkhöfen verbracht hat.

Jugendwerkhöfe galten als Einrichtungen der Jugendhilfe unter Margot Honecker, in denen Jugendliche im Alter von 14 bis 18 zur sozialistischen Umerziehung eingewiesen wurden. Die Betroffenen waren oft auffällig, aber es lag so gut wie nie eine Straftat oder eine richterliche Anordnung vor. Der einzige geschlossene Jugendwerkhof in der DDR war der in Torgau, in dem auch unsere Zeitzeugin Frau Begoin zwischenzeitig war. Unter der harten Disziplin und dem militärischen Drill leiden die Betroffenen noch heute.

Durch den Jugendroman, aber vor allem durch Kathrin Begoin, wurde uns der Alltag in einem solchen Jugendwerkhof eindrucksvoll vermittelt. Das Vorlesen aus dem Roman ,,Weggesperrt“ sowie die musikalischen Einlagen haben die Veranstaltung besonders abwechslungsreich gestaltet.

Maila Zeisler und Defne Kiratli, 11D

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