Alles sagt mir: Nichts wie raus aus dem Land, in dem für alle Zeit Buchenwald nahe Weimar liegt, dass nicht mehr meines ist oder sein darf, in dem mich zu wenig hält“,

sagt der „Aktenbote“ Theo Wuttke in Günter Grass’ Roman „Ein weites Feld“. Die Deutsch-Leistungskurse von Frau Andersson und Herrn Richter stellten sich der Herausforderung, Weimar mit seiner zwiespältigen Geschichte kennenzulernen und erlebten vom 26. bis zum 30. Januar 2020 ebenso spannende wie lehrreiche und beeindruckende Tage.

Am Sonntagabend stand der Besuch im Deutschen Nationaltheater an, genau da, wo 1804 die Uraufführung gefeiert wurde, hob sich der Vorhang für Schillers „Wilhelm Tell“ und machte den Unterrichtsstoff zu Schiller greifbar.

An den darauffolgenden Tagen sorgte eine kurzweilige Stadtführung für den nötigen Überblick, wurde das verpflichtende Abiturwissen über Goethe und Schiller mit spannenden Führungen in ihren Wohnhäusern und im Nationalmuseum vertieft und mit der Herzogin Anna Amalia Bibliothek ein Ort besucht, der die Liebe zu Büchern auf eine besondere Art feiert.

Das Kontrastprogramm zum Deutschland der Dichter und Denker: der Besuch im ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald, das nur wenige Kilometer von Weimar entfernt 1937 auf dem Ettersberg errichtet wurde, an jenem Ort, wo Goethe dereinst spazieren zu gehen pflegte. Die professionelle Führung durch die Gedenkstätte gab viel Raum für eine persönliche, intensive Auseinandersetzung mit der Geschichte des Ortes.

Darüber hinaus blieb auch Zeit für eigene Entdeckungen: den Besuch des Bauhaus-Museums, Goethes Gartenhaus im Park an der Ilm oder dem Franz-Liszt-Haus. Bei Pizza und netten Gesprächen wurde am letzten Abend gemeinsam resümiert: Solche Fahrten sollte es öfter geben! Dergestalt inspiriert und erfüllt von vielschichtigen und bewegenden Eindrücken kann das zweite Semester starten.

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