7:31 – Der Politik-Leistungskurs von Herrn Fesche und der bilinguale Grundkurs von Herrn Böhm steigen in den Zug ein. Spätestens jetzt sollte der entscheidene Toilettengang erledigt worden sein. Der Zug fährt los und alle warten gespannt darauf endlich in der Hauptstadt anzukommen – Berlin.

Endlich in Berlin angekommen, erwartet einem eine unerwartet, leere Stadt. Es wunderte uns, dass um die Uhrzeit noch kaum jemand beim Hauptbahnhof war, in Hannover waren doppelt so viele Menschen anwesend.

Unser erstes Ziel war das Finden des Bundestags. Nach einem Kilometermarsch haben wir diesen in seiner vollen Pracht bewundern können (Foto).

Auf dem Weg zum Bundestag konnten wir außerdem das Brandenburger Tor betrachten, bei dem wir eine kurze Fotosession machten.

Beim Bundestag angekommen, mussten wir kontrolliert werden, um hereingelassen zu werden. Metallische Gegenstände wie Gürtel, Handy etc. waren abzugeben. Nachdem alle überprüft wurden, ging es ab in den Bundestag.

Hier mussten wir unsere Kleidung abgeben und warten, bis wir in endlich in den Saal reingehen durften, der voll mit Politikern waren, leider waren hier nur manche bekannt.

Die Hoffnung vielleicht die Bundeskanzlerin oder andere wichtige Politiker zu sehen zerbrach schnell, da es sich hier nur um Lebensmittelkonversationen handelte, die die Zukunft unseres Landes nicht zu sehr verändern.

Es war interessant zu beobachten, wie Politiker untereinander argumentieren, sich vielleicht sogar beleidigen und mit allen Mitteln versuchen, seine eigene Meinung als richtige und einzig richtige dastehen zu lassen. Begriffe wie „Mikado-Minister“ durften da nicht fehlen.

Wir saßen auf der Höhe der Kameramänner, die die Sitzung aufgenommen haben.

Nachdem 30 Minuten über die Etiketten auf Lebensmittelverpackungen diskutiert wurde, haben wir den Saal verlassen, die Zeit im Bundestag war aber noch längst nicht vorbei.

Ein freundlicher Mitarbeiter der CDU, der gleichzeitig der Sekretär von Ursula Von der Leyen war, lud uns in einen Konferenzraum der CDU ein, um Fragen zu beantworten, die wir vor der Exkursion aufstellen sollten. Hier kamen einige Verständnisprobleme auf, weshalb das Gespräch mit dem Mitarbeiter relativ schnell beendet wurde.

Danach haben wir eine kleine Führung durch den Bundestag bekommen. Wir waren im Keller des Bundestages, in dem ein kleines Museum für Besucher aufgebaut war, im Kuppelsaal, von dem man eine wunderschöne Aussicht auf ganz Berlin hatteund letztendlich in der Mensa des Bundestages, in dem wir speisen konnten.

Nachdem wir gegessen hatten, ging es aus dem Bundestag heraus in Richtung Topographie des Terrors, dem ursprünglichen Ort, an dem sich die GeStaPo im 2. Weltkrieg aufhielt.

Hier waren, fast 80 Jahre später, immer noch kleine Räume zu sehen, in denen „Feinde“ ausgefragt und teils brutal ermordet wurden.

Die Topographie des Terrors ist ein Museum, in dem die Geheimpolizei, die SS und die SA realitätsnah dargestellt wird, man konnte sich also einen guten Eindruck über die damaligen Mächte machen.

Unsere Gruppe wurde in Zwei geteilt, beide haben verschiedene Führungen bekommen, daher kann ich nur von der meinigen sprechen.

Ein junger Herr hat uns in dieser gegebenen Stunde viel erklärt, darunter viele neue Informationen, wie z.B. mit den Menschen umgegangen wurde, die nicht bereit waren grundlos tausende Menschen zu töten.

Nach der Führung hatten wie eine Stunde Freizeit im Arkaden Berlin, einem großen Einkaufszentrum vergleichbar mit der Ernst August Galerie.

Diese Stunde wurde entweder mit Essen, Shoppen oder sonstigem verbracht.

Abends machten wir uns nun auf den Rückweg zum Berliner Hauptbahnhof, wieder am Brandenburger Tor vorbei. In den Zug eingestiegen, ging es auch wieder ab nach Hannover.

Es war eine tolle Erfahrung. Hiermit bedanke ich mich in Namen meiner Mitschüler nochmal bei den Lehrern und bei Frau Von der Leyen, die uns diese Reise ermöglichte.
Niklas Thurow, Jahrgang 11

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