Am Donnerstag, den 12.09. durften wir, der Chor der Lutherschule, in der 5./6. Stunde eine etwas andere Art der Probe kennenlernen. Zwar war das nicht das erste Mal, dass die Probe von jemand anderem als Herrn Janssen geleitet wurde, jedoch das erste Mal komplett auf Englisch. Zu Gast war der Brite Paul Smith, Profi-Sänger und Mitbegründer des A-cappella-Ensembles Voces8 aus London.

Wie er uns berichtete, reist er in die verschiedensten Länder, um Workshops zu geben. Unter seiner Leitung sangen wir uns mit einer neuen Methode ein. Die Chorprobe begann statt mit einem kurzen Einsingen damit, dass wir uns in der Aula in einem großen Kreis aufstellten.

Wir sollten zu Beginn die mit Bewegungen kombinierten Geräusche imitieren, die Paul uns vormachte, um die Atmung und das Rhythmusgefühl zu aktivieren. Danach teilten wir uns in Gruppen auf und haben eigene Kombinationen aus Rhythmen und Bewegungen entwickeln, die anschließend zu einer großen Improvisation kombiniert wurden.

Im zweiten Teil der Probe arbeitete Paul mit uns an „Evening Rise“ und „Sure on this shining night“, zwei Chorstücke aus unserem letzten Konzertprogramm. Er machte uns einige Vorschläge, wie wir unsere Stimmen und den Klang an diesen Stücken noch verbessern könnten.

Am Freitag fuhren wir nach der Schule zum HCC, wo wir noch einmal auf der Chor.com einen Workshop mit Paul hatten. Diesmal nahmen außer uns jedoch noch Dirigenten und Chorsänger aus aller Welt teil. Nachdem unser Chor den anderen Workshop-Teilnehmern als Ergebnis vom Vortag „Evening Rise“ vorgetragen hatte, mischten wir uns unter die Teilnehmer und bekamen fünf Minuten Zeit, uns mit unseren „Nachbarn“ bekannt zu machen. Neben mir saßen ein Amerikaner aus Los Angeles und ein Schwede. Gemeinsam mit denen führten wir die Übungen durch, die wir schon am Donnerstag kennengelernt hatten.

Am Samstagabend durften wir gemeinsam mit Voces8 und dem Mädchenchor Hannover in der Christuskirche auftreten. Wir haben das Konzert mit den beiden Stücken eröffnet, an denen Paul mit uns gearbeitet hatte. (Weiter unten könnt ihr euch den Radiomitschnitt vom NDR anhören.)

Es waren insgesamt drei überaus lustige und abwechslungsreiche Tage, was zum großen Teil an der lockeren und humorvollen britischen Art von Paul Smith gelegen hat. Für mich war es eine tolle Erfahrung und ich würde mich freuen, wenn wir solche Aktionen und Begegnungen, wie auch schon die Konzerte in Madrid, Hamburg und Alfeld beim Choraustausch mit den Spaniern, öfter durchführen könnten, denn sie sind nicht nur unterhaltsam, sondern bringen uns musikalisch weiter und stärken meiner Ansicht nach auch unser Gemeinschaftsgefühl.

Matin

Foto: © Rüdiger Schestag

Audio: © Deutscher Chorverband

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