Am 1.10.19 fuhren wir zum Kröpcke hin. Mit Bus und Bahn kamen wir angefahren zum Römerlager Hemmingen. Wir sahen zwei Professoren, sie waren wie Römer angezogen.

Es war nicht teuer, wir saßen sogar noch am Lagerfeuer! Wir haben angefangen, Münzen zu prägen und dabei begann der heftige Regen.

Das Römerlager war 40 ha groß und circa 20.000 Soldaten passten bloß. Im Römerlager floss ein Bach in einem Waldstück ganz einfach! Das Lager war ungefähr 1-5 n. Chr. bewohnt und das Dichte ich betont.

2015 wurde der besondere Ort entdeckt und dann zu neuem Leben erweckt. Gefunden wurden Spielwürfel, Münzen und Pinzetten, das konnte man alles retten.

So fuhren wir wieder zurück mit der Bahn, mit viel Wissen in der Schule kamen wir an.

Von Elif, Veronika, Melike, Patricia, Florian und Jennifer aus der 6 D.

Aus dem Leben eines Legionärs – Brief des Decimus N. Claudius

Geliebte Familie!

Fünf Jahre sind nun vergangen, seitdem ich mich freiwillig zu zwanzig Dienstjahre als Legionär bereiterklärt habe. Da ich jetzt das erste Viertel meiner Legionärszeit abgearbeitet habe, bekam ich die Erlaubnis, euch in der Heimat zu besuchen, bei euch in Rom ist ja auch einiges passiert! Daher möchte ich mit diesem Brief schon einmal meinen baldigen Besuch ankündigen.

Einer meiner Legionärsfreunde, Lucius Manius, hat mir aus seinem Brief berichtet, dass meine Brüder Titus und Tiberius bei einer Gerichtsverhandlung um Hilfe gebeten haben und in der Klemme stecken. Vater solle erkrankt sein. Ich bete jeden Tag zu Jupiter, dass er wieder geheilt wird.

Hier in der Truppe ist der Dienst sehr hart: Dreimal im Monat müssen wir Legionäre 30 Kilometer mit Gepäck und Kriegsgerät marschieren. Überlegt euch mal, wir tragen auf unserem Rücken eine lange Stange, an der unsere Vorräte und Kochgeschirr hängt, am Rücken der Schild, vorne an der Brust der Helm! Daher schaffen wir selten über Tag die Strecke, so dass wir deshalb ein Marschlager für die Nacht aufschlagen. Insgesamt echte Knochenarbeit!

Da wir uns im Feindesland in Germania befinden, wurden wir auch schon einmal angegriffen – wir konnten dabei nicht wie sonst unsere Phalanx aufbauen, denn der Gegner griff uns im Hinterhalt an, es gab ein riesiges Chaos. Dabei verlor mein Freund Quintus Numericus seine Sandale – im Schlachtgefecht ist er dann mit dem Fuß in eine abgebrochene Pilumspitze getreten, so dass sein rechter Fuß einmal durchbohrt wurde und nun hin ist. Für ihn ist Laufen schwierig und er wurde zum Leichtbewaffneten degradiert. Mit den genagelten Sandalen wäre das ihm nicht passiert!

Ansonsten ist unsere Phalanx eigentlich unschlagbar. Gott hat diejenigen gesegnet, die nicht an den Seiten oder hinten stehen!

Mittlerweile machen wir länger Station in der Nähe eines kleinen Flusses bei einer Siedlung, die hanovera wilkenburgensis genannt wird – hier sind uns die Fremden sehr wohlgesonnen, wir betreiben sogar Handel mit ihnen. Wenn wir Freizeit haben, würfeln wir um Wein! Durch diesen Handel hat sich auch unser Lageressen verändert: Während es vorher nur mit Honig gesüßten Brei gab, haben wir jetzt ab und zu Fleisch und Gemüse – unsere Weinvorräte reichen noch, wir trinken ihn ja mit Wasser verdünnt, ansonsten gibt es Flusswasser.

Sehr lecker sind hier die großen Brombeeren und jetzt im Herbst – die Pilze!

Wie geht es eigentlich meiner geliebten Schwester Attilica? Sie war ja ziemlich wütend, als ich mit der Armee fortgegangen bin. Hat sie sich schon aus Vaters Vormundschaft befreit und ist mit Gaius verheiratet?

Ich bin sehr gespannt und freue mich schon auf ein Wiedersehen – ich müsste vor dem 24.XII. in Rom bei euch sein, wenn es nicht wieder so viel Schnee gibt wie letztes Jahr!

Amicitia! Euer Decimus

Geschrieben von Mariam Gani, Klasse 6d

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*