1906 Die ersten 7 Abiturienten verlassen die Realschule III O.i.E. (Oberrealschule in Entwicklung). Am 6. Juni erhält die Schule seitens der Stadt Hannover den Namen Oberrealschule an der Lutherkirche. Ihre Adresse: Hahnenstraße 54. Erster Direktor ist Prof. Hermann Roeder, ein prominenter Mathematiker.
1907 Dr. Martin Kosack wird Nachfolger des verstorbenen Prof. Roeder als Schulleiter.
1908 Gründung der Vereinigung ehemaliger Schüler der Oberrealschule a. d. Lutherkirche (später: der Lutherschule) VEL.
1914 Wegen des 1. Weltkriegs werden Ober- und Unterprima zusammengelegt. Während des Krieges finden Notreifeprüfungen statt.
1918 Die Schüler werden vorübergehend in die Oberrealschule am Clevertor ausquartiert, um heimkehrenden Truppen Platz zu machen.
1923 OStD Carl Friesland wird Schulleiter in Nachfolge des 1922 verstorbenen Dr. Kosack.
1926 Einweihung des Schullandheims der Hindenburgschule am 24. Oktober in Bredenbeck am Deister.
1927 Die Schule gabelt sich intern in zwei Schulzweige: neben die Oberrealschule tritt die Deutsche Oberschule.
1931 Am 8. Juni wird die Turnhalle Am Kleinen Felde eingeweiht. Neue Physikräume werden eingerichtet. Wegen der wirtschaftlichen Not jener Zeit verzichtet man seitens der Schule auf Feierlichkeiten zum Jubiläum ihres 25jährigen Bestehens.
1932 Prof. Rudolf Münch, vordem Direktor der Pädagogischen Akademie, wird neuer Schulleiter.
1933 Am 18. November bekommt die Schule den offiziellen Namen Lutherschule.
1937 Dr. Paul Lausterer übernimmt die Schulleitung von dem pensionierten Prof. Münch.
1938 Errichtung eines Schullandheims der Lutherschule in Bokeloh bei Wunstorf.
1939 Beginn des 2. Weltkriegs. Einberufungen von Lehrern und Schülern zum Kriegsdienst. In der Folge werden Notabiture abgelegt; in den späteren Kriegsjahren finden keine Reifeprüfungen mehr statt.
1941 Das Schullandheim in Bokeloh wird dem Roten Kreuz überlassen.
1942 Lehrer und ältere Schüler werden zu nächtlichen Luftschutzwachen eingeteilt. Andere Schüler werden Flakhelfer in den Flakstellungen rund um Hannover.
1943 Im Sommer durchschlägt bei einem nächtlichen Luftangriff eine 5-Zentner-Bombe als Blindgänger das Dach und einige Zwischendecken der Schule. Gleichfalls im Sommer werden die meisten Schüler und Lehrer nach Alfeld evakuiert. Im Herbst verlieren sieben Lutherschüler als Flakhelfer bei einem Luftangriff auf eine Flak-Batterie bei Langenhagen ihr Leben.
1944 Am 26. Oktober wird ein Teil der Schule bei einem Luftangriff stark beschädigt.
1945 Schwerste Zerstörungen an der Schule richtet ein Luftangriff am 6. Januar 1945 an. Nach Kriegsende beginnen die ersten Aufräumungsarbeiten an der Lutherschule. Der Unterricht findet jedoch in der Humboldtschule statt. Am 2. Oktober werden Lutherschule und Hindenburgschule miteinander vereinigt. Neuer Schulleiter wird Dr. Eiten (bis Herbst 1946).
1946 Ab August wird das Gebäude an der Lutherkirche wieder durch die Lutherschule in Betrieb genommen.
1948 Vom 14. Mai bis zum 10. Juni fällt der Unterricht aus, da die Schule als Messehotel genutzt wird. Neuer Schulleiter wird im Herbst OStD Hans Schumann.
1949 Das Schullandheim Bredenbeck wird an die Vereinigte Hindenburg- und Lutherschule zurückgegeben. Die erste Belegung findet am 24. September durch das Schulorchester statt.
1950 Die Turnhalle Am Kleinen Felde kann wieder für den Sportunterricht genutzt werden.
1952 Die Aula der Lutherschule ist wiederhergestellt und wird im September neu eingeweiht.
1956 Auf dem Gelände der völlig zerstörten ehemaligen Hilfsschule am Engelbosteler Damm wird ein kleiner Sportplatz für die Lutherschule eingerichtet (heute Teil des Schulhofs). Zum 50-Jahr-Jubiläum erscheint eine Festschrift der Lutherschule.
1957 Die Lutherschule erhält wegen ihrer großen Schülerzahl (über 1.200) eine Zweigstelle, die im Gebäude der Goetheschule (als Lutherschule II) untergebracht wird.
1960 Am 1. April wird die Lutherschule II ein selbständiges Gymnasium mit dem Namen Herschelschule (1965 erhält sie ein neues Gebäude in Vahrenheide).
1962 OStD Danzmann wird Nachfolger des in den Ruhestand verabschiedeten OStD Schumann als Schulleiter der Lutherschule.
1965 OStD Dr. Fornaschon wird Schulleiter, da OStD Danzmann zum Oberschulrat befördert wird.
1971 An der Lutherschule wird ein Schulversuch mit reformierter Oberstufe nach dem Braunlager Modell eingerichtet. Damit beginnt hier vorzeitig die Oberstufenreform.
1972 Am 18. April wird wegen erneuter Platznot der Pavillon mit 6 Klassenräumen eingeweiht.
1974 Das erste Reformabitur findet statt, d.h. die Schüler legen die Reifeprüfung nicht mehr im Klassenverband ab. Der Schulversuch mündet danach ein in die Oberstufenorganisation gemäß Vereinbarung der KMK. Im August wird die Koedukation an der Lutherschule eingeführt. Am 15. August verstirbt überraschend der Schulleiter Dr. Fornaschon. Er wird ein Jahr lang kommissarisch durch StD Alfred Zobel vertreten.
1975 OStD Walter Kasten wird neuer Schulleiter. Am 28. November wird die neue Spiel- und Sporthalle der Lutherschule an der Asternstraße eingeweiht.
1977 Zum ersten Mal legen zehn Mädchen ihr Abitur an der Lutherschule ab.
1978 Die Orientierungsstufe wird in Niedersachsen eingeführt. Die Lutherschule verliert ihre 5. Klassen, ein Jahr später auch ihre 6. Klassen. Es erfolgt eine Zusammenarbeit mit OS Büssingweg und OS Uhlandstraße.
1981 Zum 75jährigen Bestehen der Lutherschule wird eine Festwoche begangen. Eine Festschrift erscheint.
1983 Es findet der erste Schüleraustausch mit einer französischen Schule in Cahors statt. Die ersten Computer für den Schulgebrauch werden an der Lutherschule eingeführt.
1988 Als zweite Fremdsprache wird Spanisch an der Lutherschule neu angeboten.
1990 An der Lutherschule wird ein bilingualer Zweig (mit Englisch als Unterrichtssprache in einigen Fächern) eingerichtet.
1991 Es findet nun auch ein deutsch-polnischer Schüleraustausch mit einer Schule in Bia?a bei Opole (Oppeln) statt.
1993 Der vordere Teil des Schulhofes wird zu einem kleinen Schulgarten umgestaltet. Am 31. Juli wird OStD Kasten in den Ruhestand verabschiedet. Neuer Leiter der Lutherschule wird OStD Dr. Hartwig Bergmann.
1996 Die Schule begeht mit Veranstaltungen und einer Festschrift ihr 90jähriges Jubiläum.
2000 Die restaurierte und renovierte Aula wird nach einem Jahr wieder in Betrieb genommen.
2004 Infolge der Wiederabschaffung der Orientierungsstufe erhält die Lutherschule wieder 5. und 6. Klassen. Die ehemalige OS Uhlandstraße wird zur Außenstelle der Lutherschule, in der von nun an die Oberstufenschüler unterrichtet werden. Das Kollegium der Lutherschule erhält Verstärkung durch Lehrkräfte der ehemaligen OS Uhlandstraße.
2006 Wie überall in Niedersachsen findet an der Lutherschule das erste Zentralabitur statt. Vom 10. bis zum 15. Juli feiert die Lutherschule ihr 100jähriges Bestehen.
2007 Beginn der umfassenden Sanierungsarbeiten im Dachstuhl (Hausschwamm!)
2008 Zum 31.01.2008 wird Herr OStD Dr. Bergmann in den Ruhestand verabschiedet. Am 08.02.2008 übernimmt Herr OStD Karl-Heinz Heinemann die Leitung der Lutherschule.
2008- 2010 Fertigstellung der Fach- und Klassenräume im 2. und 3. OG.
2011 Ein neuer Bauabschnitt wird eröffnet:

Die Sporthalle wird komplett saniert und modernisiert (Tageslicht), und auf die Umkleidekabinen werden die neuen Trakte für die Chemie und die Physik gesetzt. Die Grundsteinlegung erfolgt am 27. Mai 2011.

Die Verkürzung der gymnasialen Schulzeit auf 8 Jahre (G8) führt dazu, dass in diesem Jahr der sogenannte Doppeljahrgang mit 168 Prüflingen (12. Jahrgang: 72, 13. Jahrgang: 96) zum Abitur geführt wird. Einmalig – und hoffentlich letztmalig – deshalb die Aushändigung der Abiturzeugnisse nicht in der Aula, sondern ihm Rahmen des Abiturballs in der Gaststätte „Wienecke XI“.

Am 21.08.2011 feiert die Schule im Landheim in Bredenbeck ein stimmungsvolles Schulfest:

Auftakt zu einem strapaziösen Schuljahr, denn zum Sport müssen die Schülerinnen und Schüler zu anderen Sportstätten pendeln, und die Fachgruppen Chemie und Physik müssen den Umzug aufwendig vorbereiten.

2012 Am 4. Mai 2012 begeht die Schule in aller Stille ein großes Fest: Der Pavillon, seit Jahrzehnten ein Dauerbehelf und –ärgernis, wird abgerissen (Generationen von Schülerinnen und Schülern werden auf ewig den markanten Geruch in der Nase haben)!

Der Platz wird für die neue Mensa benötigt, deren Bau im August beginnt. Es werden Container aufgestellt, um genügend Unterrichtsräume zu haben.

Mit Beginn des neuen Schuljahres können die „neue“ Sporthalle und die Chemie- und Physikräume in Betrieb genommen werden.

Am 16.10.2012 ein großer Schock: Ein nächtlicher Schwelbrand verwüstet durch Rußablagerungen die neue Physik. Die Ermittlungen wegen Brandstiftung bleiben erfolglos; bis zur Wiederherstellung des alten Zustandes gibt es viele Stunden ohne Experimente.

2013 Am 11.09.2013 ist die neue Mensa bezugsfertig, geplant war vor den Sommerferien. Immer und immer wieder kommt es zu Verzögerungen, die sich manchmal nur noch schwer kommunizieren lassen.

Das Café LuSSt muss die Kellerräume im Haupthaus verlassen und zieht in die Mensa, wo es erstmals an der Lutherschule eine Warmverpflegung für den 5. Jahrgang gibt.

Ende des Jahres geht es im Haupthaus weiter, Erdgeschoss, 1. Obergeschoss und Keller werden saniert und modernisiert.

2014 Es folgt die schwierigste Phase innerhalb der Baumaßnahmen. Die Belästigungen durch Lärm und Schmutz führen an die Grenzen der Belastbarkeit. Die sich ankündigende Schulinspektion kann man mit dem Hinweis abwehren, die Lutherschule sei gerade in einer „Operation am offenem Herzen“.
Trotzdem entwickelt sich die Schule auch intern weiter. Mit Beginn des Schuljahres 2014/2015 zieht die Oberstufe wieder in das Haupthaus ein; künftige Abiturientinnen und Abiturienten und Fünftklässler sind wieder in einem Haus vereint.
Im Herbst 2014 ziehen Lehrerzimmer und Verwaltung in die neuen Räume ins Erdgeschoss; ein immenser Kraftaufwand ist nötig, denn es sind nicht nur Möbel zu vertragen, sondern auch alle Akten, Büromaterialien und das Archiv quer über die Etagen.
2015 Die Baumaßnahmen nehmen ihren Fortgang.

Mit Beginn der Sommerferien können die Container geräumt werden, die Klassenräume im Erdgeschoss und Obergeschoss sind mitsamt dem neuen Mobiliar bezugsfertig.

Im Juli erfolgt die Mitteilung der Landeshauptstadt Hannover, dass die Container für Kriegsflüchtlinge benötigt werden, die dort zum September einziehen sollen. Hierzu wird das Areal, auf dem die Container stehen, aus der Zuständigkeit der Schule genommen.

Der große Chor gewinnt bei Radio FFN den 1. Preis im „Christmas Chor Contest“, der mit 1000,- € honoriert wird.

2016 Die Arbeiten auf dem Schulhof beginnen und sind am Ende der Sommerferien mit der Installation einer Kletterlandschaft abgeschlossen.

Im Zuge der von der Landesregierung beschlossenen Umstellung von G8 auf G9 (Abitur nach 9 Jahren Gymnasium) beschließen die Gremien der Stadt Hannover, die Baulücke auf dem Engelbosteler Damm mit einem Neubau für die Lutherschule zu schließen. Der Baubeginn ist für 2018 geplant, Fertigstellung 2020. Dann könnte man zur großen Freude der Lutherschule die Außenstelle in der Uhlandstraße verlassen und die gesamte Schülerschaft wäre in einem geschlossenen Campus vereint.

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