Die bergbäuerliche Landwirtschaft im hinteren Bregenzerwald im österreichischen Bundesland Vorarlberg wird hauptsächlich charakterisiert durch Weidewirtschaft mit Milch- und Galtvieh.

Die beeindruckende Form des Reliefs mit großen Höhen- und Geländeunterschieden ist mit ein Grund für die traditionelle Dreistufenwirtschaft in der Region:

Das Heimgut im Tal dient während des Winters für Mensch und Tier als Überwinterungsort. Im Mai wird die Voralpe auf mittlerer Höhenlage vom Milchvieh beweidet. Im Hochsommer kommen die Höhenlagen oberhalb der Waldgrenze zur Beweidung. Dort wird auch die Sennerei (Butter- und Käseherstellung) betrieben.

Noch weiter höher gelegene Flächen werden von Galtvieh, Ziegen und Schafe beweidet.

Während der Wanderung fielen die verstreut im Gelände gelegenen Almhütten auf. Almhütten sind Wohn- und Stallungsgebäude, in denen die Viehhirten über den Sommer leben und das Vieh auf der Alm betreuen. Es wird auchfrische Milch an Touristen verkauft. Zudem werden manche Almhütten auch als Ferienunterkünfte genutzt.

Weitere interessante Einzelheiten bzw. Auffälligkeiten waren:

1. Die Weideflächen sind durch unterschiedliche Absperrungen gesichert (Zäune, Gitterroste, Drehkreuze).

2. Eine Vielfalt von Wiesenkräutern dienen dem Vieh als nährstoffreiche Nahrungsgrundlage. Milch und Käse von diesem Vieh sind besonders würzig.

3. Wildkräuter wie das Jakobskreuzkraut, der Eisenhut und der Scharfe Hahnenfuß werden von den Weidetieren im Regelfall gemieden.

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